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Tsuka Maki: Die Herstellung des Griffes (Tsuka) für ein japanisches Schwert ist sehr komplex. Jeder der einmal aus Leichtsinn den Knoten gelöst hat, der das Griffband festhält, wird sehr schnell bemerkt haben, dass es recht schwer bis unmöglich ist, den Griff wieder in seinen Originalzustand zu versetzen. Vereinfacht ausgedrückt benötigt man für den Griff eines Schwertes zunächst einmal einem hölzernen Kern. In diesem Kern, der in zwei Hälften vorliegt, wird die Angel (Nakago) des Schwertes sorgfältig eingepasst. Die Angel des Schwertes hat ein Loch (Mekugi Ana), welches nachher den Griff mit dem Schwert fixiert, indem durch dieses Loch ein Stück Bambus gesteckt wird. Dieses Loch bohrt man jetzt ein, indem man die Klinge des Schwertes in die ausgeschnittene Form des Griffes einlegt. Dann wird in dem Griff Rochenhaut (Same) eingelegt. Hiernach wird der Griff mit einem Band (Ito) gewickelt. Als Bandmaterial kann Leder, Baumwolle oder Seide verwendet werden. Die Wicklung ist eine kunstvolle Tätigkeit, welche in vielen Jahren erlernt werden muss. Es gibt mehrere Formen der Wicklung, ebenso verschiedene Knotenarten. Zusätzlich benötigt man noch etwas Papier, welches in bestimmte Formen gefaltet werden muss, um dem Griffband den richtigen Sitz zu geben. Während der Wickelarbeit werden die Griffverzierungen (Menuki) eingesteckt und umwickelt. Diese dienen nicht nur dem Aussehen, sondern auch der Verbesserung der Griffsicherheit. Der Griff hat am oberen Ende eine einseitig geschlossene Metallkappe (Kashira), am unteren Ende einen Metallring (Fuchi), dem das Stichblatt (Tsuba) folgt. An der Kashira wird auch das Griffband befestigt. Diese Beschreibung ist nur sehr grob. Die Tätigkeit der Griffherstellung ist sehr viel aufwendiger als hier beschrieben. So gibt es z.B. über 40 Stile, um das Band um den Griff zu wickeln und die richtigen Knoten in der korrekten Art herzustellen. Es gibt aber auch Griffe ohne Knoten, oder mit sog. Fadenwicklungen. Für einen ersten Eindruck sollte der kleine Text jedoch reichen...!
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